Wie Schule und Weiterbildung die digitale (R)Evolution schaffen

Wir wissen, dass Schulen, Lehrer und Weiterbildung ein Problem mit der Digitalisierung haben. Wir wissen auch, was anders werden müsste. Warum sperren sich dann so viele reflexartig gegen die Veränderungen? Weil die Angst umgeht.  

 

Angst ist ein wichtiges Instrument im Cockpit  

 

Die Angst ist wichtig. Damit ich aufmerksam werde. Sie zeigt mir an, dass Gefahr im Verzug ist. Es macht wenig Sinn, Menschen die Angst nehmen zu wollen, sie ihnen auszureden. Das macht sie nur mächtiger. Zielführend ist es, mit der Angst zu arbeiten. Warum?

Schulen und Weiterbildung haben noch keine Strategien entwickelt für die digitale Evolution. Zu sehr stecken sie fest in einem Lehrsystem, das auf Hierarchie, Selektion, Präsenz und Informationsvermittlung setzt. Auch viele Schulleiter und Rektoren, viele Lehrer und Dozenten sitzen noch in diesem Setting fest. Deshalb macht die "Digital Disruption" Angst. Sie macht argwöhnisch, manchmal zynisch, immer öfter macht sie hilflos. Abwehr oder Aktionismus sind nicht selten die Folge.

 

Fähige Lehrer brauchen fähige Schulen - und umgekehrt

 

Was zu tun ist, steht einigermaßen fest. Wir wissen, dass Lehrer und Dozierende ganz anders ausgebildet werden müssen; dass sie Unterstützung brauchen in der Entwicklung und im Einsatz neuer Kompetenzen. Sie brauchen gutes Coaching. Nur so realisieren lehrende Berufe den Unterschied zwischen herkömmlichem Unterricht mit digitalen Geräten und einer digitalisierten Bildungsarbeit. 

 

Das funktioniert aber nur, wenn Schulen und Weiterbilder sich zu Arbeitsorten entwickeln, an denen solche "Lehrer 2.0" gefragt sind. Wo Dozierende ihre Kompetenzen einsetzen können und aus dem Vollen schöpfen. Davon sind wir noch weit entfernt.

Die Lösung: eine lernende Organisation werden 

 

Die Angst vor der Zukunft geht dort in Mut über, wo ich realisiere, dass ich aus eigener Kraft funktionierende Lösungen entwickle und umsetze. Deshalb lautet die Lösung: Schulen und Weiterbilder werden selbst zu Lernenden. Zu lernenden Organisationen, die ihre eigenen Lösungen entwickeln - mit den eigenen Ressourcen. Denn genau hier haust der größte Zweifel: Dies nicht zu schaffen. Darin brauchen sie Unterstützung. Sie brauchen niemanden, der ihnen sagt, wo's lang geht sondern jemand, der sie dazu befähigt, sich selber zu orientieren, damit sie wissen, wo's lang geht. Sie müssen selber eine Vorstellung davon entwickeln, wie es mit ihnen weiter geht und wohin. So entwickeln sie sich zu Schulen des 21. Jahrhunderts. 


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